Regionale Wertschöpfung – Neue Informationsseite zur
Hofnahen Schlachtung auf uckermark.de gestartet

Der Landkreis Uckermark hat eine neue Informationsseite zum Thema Hofnahe Schlachtung veröffentlicht. Unter dem Titel „Hofnahe Schlachtung – für mehr Tierwohl und Regionalität“ bietet die Seite einen umfassenden Überblick für Landwirte, Produzenten, Tierhalter, Verbraucher und Akteure aus dem Fleischerhandwerk. Die Inhalte wurden in einem breit aufgestellten Arbeitskreis erarbeitet, der sich seit über einem Jahr intensiv mit dem Thema befasst. 
 

Zusammenarbeit für mehr Tierwohl und regionale Wertschöpfung 

Der Arbeitskreis „Hofnahe Schlachtung“ entstand auf Initiative regionaler Landwirte und Produzenten. Anlass war das wachsende Interesse an Schlachtverfahren im Herkunftsbetrieb – unter anderem aufgrund EU-weiter Vorgaben, die verstärkt auf tierwohlgerechte Lösungen setzen. Da gesetzliche Grundlagen zwar bestehen, aber keine klaren organisatorischen Abläufe vorgeben, haben Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden gemeinsam mit regionalen Akteuren erarbeitet, welche Rahmenbedingungen in der Uckermark notwendig sind. Die Diskussionen zeigten schnell die Vielschichtigkeit des Themas: Neben Fragen des Tierwohls spielen Verbraucherschutz, Vermarktungswege, regionale Nachfrage und wirtschaftliche Perspektiven eine zentrale Rolle. 
 

Breite Unterstützung aus Politik und Verwaltung 

Das Vorhaben wird seit Beginn durch die Kreisverwaltung unterstützt. Landrätin Karina Dörk betont die Bedeutung des Ansatzes: „Die Uckermark verfügt über einen hohen Anteil an extensiven Weideflächen, was Artenvielfalt, natürliche Vegetation und Tierwohl fördert. Ein artgerechter Umgang sollte auch für das Lebensende der Tiere gelten. Durch hofnahe Schlachtung werden lange Transportwege vermieden, Stress reduziert und Verbraucherinnen und Verbraucher können Fleisch aus der Region mit gutem Gewissen genießen.“
 

Informationen, Antragsverfahren und regionale Potenziale 

Die neue Informationsseite bündelt aktuelle Hinweise und weiterführende Materialien – darunter Details zu Antragsverfahren wie dem Weideschuss, Verweise auf laufende Projekte sowie eine Übersichtskarte, die zeigt, welches Potenzial die Uckermark für interessierte Unternehmer bietet. Amtsveterinär Henry Strathmann unterstreicht die Bedeutung des Ansatzes: „Weideschuss und hofnahe Schlachtung stärken Tierschutz und regionale Vermarktungsstrukturen. Tiere ohne Transportstress liefern bestes Fleisch. In der Uckermark gibt es bereits Betriebe, die dies erfolgreich umsetzen und deutschlandweit Beachtung finden – darauf wollen wir aufbauen.“

Fortlaufender Austausch im Arbeitskreis

Der vom LEADER-Regionalmanagement (Jana Knaack) koordinierte Arbeitskreis setzt seine Arbeit fort und wird regelmäßig über neue Entwicklungen berichten. Interessierte können sich jederzeit unter
 post@leader-uckermark.de melden. 

Die neue Informationsseite ist unter folgendem Link erreichbar und wird laufend aktualisiert: www.uckermark.de/Hofnahe-Schlachtung