Was hat LEADER mit Demokratie zu tun?

Am 27. und 28. Januar 2026 kamen Akteure der Lokalen Aktionsgruppe Uckermark, der regionalen Arbeitskreisen, Mitglieder der Young LEADER, Projektträger*innen und Kommunalverantwortliche zusammen, um in Fokusgruppen in einen moderierten Erfahrungsaustausch zu gehen.
 

Zu den Fokusgruppen wurde im Rahmen der Masterarbeit von der Studentin Farina Luka Tolksdorf eingeladen. Sie studiert an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und untersucht das Thema: Vom Fördertopf zum Bürgerdialog – Evaluation des EU-Regionalförderungsprogramms LEADER zur Demokratieförderung in Brandenburg am Beispiel der Region Uckermark. Die Arbeit entsteht in Kooperation mit der Kooperations- und Beratungsstelle (KBS) Brandenburg.

Wie kann das EU-Förderprogramm die Demokratie im ländlichen Raum stärken?


Ziel der Arbeit ist es, am Beispiel der Uckermark zu untersuchen, welche Rolle LEADER für die Demokratieförderung spielt. Dabei wird mithilfe von Fokusgruppen und einer Dokumentenanalyse untersucht, wie Projekte, die Struktur der LAG und der LEADER-Beteiligungsprozess in der Uckermark auf demokratische Teilhabe, lokale Verantwortung und individuelle Mitbestimmung wirken. Zudem wird der Umgang mit antidemokratischen Tendenzen betrachtet und geprüft, wie die demokratische Resilienz der LAG gestärkt werden kann.
Es ging unter anderem um Wirkungsmechanismen, Erfolgsfaktoren und Hemmnisse in LEADER-Prozessen in Bezug auf Demokratieförderung aber auch darum, wie man sicherstellen kann, dass geförderte Projekte auf dem Boden der demokratischen Grundordnung stehen.
Hier zu gab es die Fokusgruppe 1 „LEADER-Akteur*innen“ mit Mitgliedern der LAG, RAKs und Regionalmanagement und die Fokusgruppe 2, in der Kommunen, Vereine und Projektträger*innen ihre Perspektive einbrachten. Alle trafen sich in Lychen im ehemaligen Ratseck und bekamen je zwei Stunden Zeit für eine durch Impulsfragen gesteuerte Diskussion.

Zustande gekommen sind zwei unterschiedliche, aber sehr aufschlussreiche Runden, deren Ergebnisse im Frühjahr aufbereitet vorliegen werden und die Erkenntnis, dass es genau davon mehr braucht! Unabhängig vom Tagesgeschäft. Mehr Zuhören, Redezeit, Diskussionskultur, ein Raum zum Streiten, unbefangenes Miteinander-in-den-Austausch-gehen! Das nehmen alle Teilnehmer*innen von diesen unerwartet aufschlussreichen Treffen mit.
 

Herzlichen Dank an den Nordkurier Brandenburg, der einen Artikel zu den stattgefundenen Fokusgruppen veröffentlicht hat.

Wir wünschen Farina Luka Tolksdorf viel Erfolg bei der Beendigung der Masterarbeit und sind gespannt auf die Ergebnisse, die dann auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. 
 

Artikel im Nordkurier vom 09.02.2026